Der Vogelsberg ist klimatisch durch hohe Niederschlagsmengen gekennzeichnet. Das Wasser fließt entweder oberflächlich über Bäche und Flüsse ab oder dringt über die vulkanischen Bodenschichten in das Untergrundgestein ein und bildet Grundwasser.

 

Hier auf 604 m (über dem Meeresspiegel) befindet sich die Quelle des Flusses Bracht, der an seinem Oberlauf noch Hundsbach heißt und nach 32 Kilometern in südlicher Richtung bei Wächtersbach in die Kinzig mündet.

 

Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Gerade in den Oberläufen besteht oft noch eine hohe Gewässergüte. Sandige, lehmige und kiesig-steinige Bereiche bieten eine Vielfalt von Lebensräumen für Tierarten mit oft spezialisierten Ansprüchen. Ihr Vorkommen zeigt die Reinheit des Wassers an.

Larven von Libellen, Bachflohkrebsen, Köcherfliegen, Eintags- und Steinfliegen leben unter Steinen oder Holzteilen. Es gibt sie nur dort, wo das Wasser besonders klar und sauber ist.

 

 

Hintergrundinformation

 

Wasserreicher Vogelsberg

 

Die Hydrogeologie des Vogelsberges ist durch seine geographische Mittelgebirgslage und den geologischen Aufbau bestimmt.

Klimatisch befindet sich der Vogelsberg in der Westwindzone. Die vom Atlantik kommende feuchtwarme Seeluft wird am steilen Anstieg der Westseite des Vogelsberges durch Steigungsregen abgeregnet. Das führt im Hohen Vogelsberg zu ergiebigen Niederschlägen von etwa 1200 Millimeter pro Quadratmeter und Jahr. Der Abtransport der Niederschläge erfolgt durch Bäche und Flüsse, die radialstrahlig bzw. kreisförmig um den Vogelsberg angeordnet sind. Wichtige Flüsse sind z. B. die Nidda, die Ohm und die Schwalm.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Bildergalerie

„Bäche und Flüsse waren und sind die Lebensadern für uns Menschen – auch die verhältnismäßig kleine Bracht. Seit Jahrhunderten leben wir von und mit dem Wasser der Bracht. Das soll auch so bleiben, deshalb müssen wir alle mithelfen, dieses Stück Natur für unsere Nachkommen zu erhalten.“

Gudrun Kauck aus Wächtersbach

Autorin des Buches „Die Bracht – von der Quelle bis zur Mündung“