Bergmähwiesen gehören zu den stark gefährdeten Lebensräumen und stehen daher unter besonderem Schutz. Aufforstung, Intensivierung der Landwirtschaft, Bebauung oder die Aufgabe der Wiesen durch die Bewirtschafter bedrohen die letzten dieser artenreichen Wiesenart in Hessen.

Im Zuge des Naturschutzes benötigen die Bewirtschafter der Wiesen Unterstützung

Die Besonderheit dabei ist, dass ohne die Arbeit der Bauern keine Bergmähwiesen erhalten bleiben können. Die Bauern sind Landschaftspfleger und wertvolle Naturschützer. Damit tragen sie auch zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilität in einer der größten zusammenhängenden Grünlandregionen Hessens bei. Jedoch ist die jahrhundertealte Form der Bewirtschaftung nach modernen Ansprüchen der Landwirtschaft wenig effizient: die Flächen werden wenig oder gar nicht gedüngt und können nur ein bis zweimal im Jahr gemäht werden. Die Bauern erzielen daher nur ein sehr geringes Einkommen. Wenn allerdings niemand mehr die Bergmähwiesen bearbeitet und pflegt, werden sie und ihre einzigartige Pflanzen- und Tiervielfalt innerhalb weniger Jahre verschwinden. Hessen ist dann um einen wertvollen Naturraum ärmer.