Was die Bergmähwiesen so schützenswert macht

Einzigartige Natur und farbenfroher Blütenreichtum

Bergmähwiesen bestechen durch ihre große Vielfalt an Blumen, Kräutern und Gräsern. Arnika, Goldhafer, Weicher Pippau und viele andere Arten sind hier zu Hause. Seltene Vögel, eine Vielzahl an Schmetterlingen, Heuschrecken und anderen Insekten leben hier. Auf einer Fläche von 25 Quadratmetern kommen bis zu 61 Pflanzenarten vor. Diese enorme Artenvielfalt wird in keinem anderen Lebensraum erreicht – das macht die Bergmähwiesen zu einem der wertvollsten Naturräume in Mitteleuropa.

Biodiversität von Menschenhand gemacht

Bergmähwiesen sind keine Wildnis, sondern ein vom Menschen gemachtes heimisches Naturwunder. Seit Jahrhunderten mähen die Bewirtschafter die Wiesen im Sommer.

 

Dabei ist das Timing der ersten sogenannten „Mahd“ entscheidend – für die Qualität des Futters und die Naturvielfalt: wird zu spät oder gar nicht gemäht, verdrängen durchsetzungsstarke Pflanzen schwächere Arten und reduzieren die Pflanzenvielfalt. Wird zu früh und zu viel gemäht, verschwinden Kräuter und andere Pflanzen, die noch nicht ausgereift sind und sich so nicht vermehren können. Setzt die Mahd ein Jahr aus, spürt man sofort die Wirkung in der Zusammensetzung der Pflanzen. Eine zweite Nutzung im Jahr findet oft durch die Beweidung von Rindern, Schafen und Ziegen statt. Das Ergebnis: Die Pflanzenvielfalt bleibt bestehen. Für Tiere ist das frische Gras voller wertvoller Nährstoffe und das gewonnene Heu ein Gourmet-Futter.

Produktvielfalt der Bergmähwiesen

Die besondere Pflanzenvielfalt der Bergmähwiesen können Verbraucher in ganz Hessen zuhause erleben: Käse und andere Milchprodukte von Tieren der Bergmähwiesen oder Wurst- und Fleischwaren aus dem Vogelsberg haben eine hohe Qualität und einen exzellenten Geschmack. Die Gräser, das Heu sowie die Kräuter- und Duftpflanzen wie Arnika können auch für Produkte im Wellness- und Spa-Bereich genutzt werden.